Klimawandel raubt Vögeln Lebensraum
"Schlecht bekommt die globale Erwärmung besonders den Vögeln, die in extremen Lebensräumen wohnen wie etwa in den Alpen oder am Meer sowie den Langstrecken-Zugvögeln", erklärt Josef Feldner, Tagungsteilnehmer und Vogelexperte bei Birdlife Österreich http://www.birdlife.at im pressetext-Interview. Schneebedeckte Lagen, auf die Hochgebirgsvögel wie der Schneefink angewiesen sind, werden knapp und auch beim Alpenschneehuhn hat sich der Bestand laut Schweizer Studien um ein Drittel dezimiert. Für Küstenvögel wie die Bewohner des Wattenmeeres könnten die steigenden Meeresspiegel zum Verhängnis werden. "Sibirische Zugvögel machen hier Zwischenstopp auf ihrer langen Reise. Fällt diese Tankstelle weg, ist das für die Tiere lebensbedrohlich." Laut Aussagen von DO-G-Präsident Franz Bairlein könnte das Wattenmeer sogar ganz verloren gehen. Gefährlich ist auch der Verlust bisheriger Winterquartiere in Afrika durch Verwüstung weiter Landstriche und Wassermangel, der etwa Mauersegler und Teichrohrsänger betrifft. Andere Vögel profitieren hingegen von der Temperaturverschiebung. "Das sind in Zentraleuropa einerseits 'Allerweltsvögel', die früher brüten und später abfliegen. Doch auch Zugvögel gehören dazu, die bisher ihr Winterquartier im Mittelmeerraum aufschlugen und jetzt selbst im Winter auch hier genug Nahrung finden und nicht mehr ziehen müssen", so Feldner. Der Hausrotschwanz etwa habe seine Genetik in kurzer Zeit dermaßen geändert, dass er zum Standvogel geworden ist und auch in den kälteren Monaten in seinem Sommerquartier bleibt. "Das bringt ihm den Vorteil, im Frühling als erster im Revier zu sein." | |||||
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